Die Bürger der USA haben eine Weile gebraucht, um sich sichtbar gegen ihre zusehends monsterhafter auftretende Regierung zu stellen. Die großen No-Kings-Demonstrationen in Chicago und New York, die stets wiederkehrenden kleineren Kundgebungen nach abermaligen Übergriffen der Agenten von ICE, der militanten Einwanderungsbehörde, deren exekutive Mittel eher die einer paramilitärischen Söldnertruppe sind – dies alles fand erst nach einer längeren Zeit der Schockstarre statt, Monate nachdem Donald Trump im Januar vergangenen Jahres vereidigt worden war.
Trumpismus und WiderstandWe, the people
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Aus Demonstranten, wie hier in Minneapolis, sind in Amerika Verteidiger eines demokratischen Landes geworden.
Eduardo Munoz/REUTERSDie USA wurden auf Basis einer Art Bürgerreligion gegründet, die aus Nächstenliebe und Pragmatismus erwuchs. Nun, im 250. Jahr ihres Bestehens, wird sich entscheiden, ob dieses Licht neu aufflammt oder für immer erlischt.
Essay von Hilmar Klute
