Ich stand kürzlich an der Kasse vom Broad Branch Market, als mir eine Frau im Vorübergehen zurief: „You’re not an American, right?“ Ich bestätigte ihre Vermutung, aber ehe ich mich nach dem Anlass ihrer Frage erkundigen konnte, sagte sie: „You look so beautiful.“ Ich bedankte mich, zugegebenermaßen etwas verlegen, aber ich wusste natürlich genau, dass die Frau keineswegs mein von der Natur gegebenes Äußeres meinte, sondern meine Kleidung. Ich trug an dem Tag eine gestreifte Weste und eine Schirmmütze, beides stammt aus dem Sortiment des Herrenausstatters Pike Brothers. Ich bin mir nicht ganz sicher, vermute aber, dass ich mit dieser Kleiderwahl in Washington ein Alleinstellungsmerkmal behaupten könnte, wenn ich darauf aus wäre, Alleinstellungsmerkmale zu behaupten.
Kolumne: Washington, D. C.Shorts. Baseballkappe. Freedom
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Sieht doch super aus. Adam Sandler, hier 2023 in New York.
Jose Perez/Bauer-Griffin/GC ImagesIn den USA laufen erwachsene Männer den ganzen Tag in Jungsklamotten herum. Manche tragen sogar im Winter kurze Hosen. Über die Uniform der amerikanischen Mittelklasse.
Von Hilmar Klute
