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USA nach der Wahl:Eure Moral, unsere Moral

New Yorkers celebrate Biden s election win Thousands of New Yorkers filled the streets to celebrate the much anticipate

Unterstützer des demokratischen Kandidaten Joe Biden feiern in New York seinen Sieg.

(Foto: imago images/Pacific Press Agenc)

Wie tief der Riss durch die Gesellschaft der USA ist, zeigt sich an einem Begriff. Die beiden politischen Lager haben keine gemeinsame Sprache - und das hat nur bedingt mit Donald Trump zu tun.

Von Andrian Kreye

Es war in der Nacht zum Sonntag nicht leicht, angesichts der Jubelfeiern zum Wahlsieg von Joseph Biden und Kamala Harris einen nüchternen Blick auf Amerika zu behalten. Die Dauerempörung der vergangenen vier Jahre wurde mit einem Ruck gegen ein Emotionspaket aus Erleichterung, Hoffnung, Triumph und Rührung getauscht, das einem von den Straßen der amerikanischen Großstädte aus in sämtliche Kanäle der Informationsversorgung und in den eigenen Gefühlshaushalt gekippt wurde. Die Zweifel kamen dann ausgerechnet aus den Reihen jener Amerikaner, die seit Wochen und Monaten gegen den Irrsinn der Trump-Jahre protestiert hatten.

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