US-Medien drucken gern ganze Enzyklopädien von Beleidigungen ab, mit denen Donald Trump Menschen und Orte überzieht. Seine Gegner sind allesamt „Loser“, „korrupt“, „eine totale Schande“, „Feiglinge“ oder „widerlich“. Er unterscheidet nicht zwischen Männern und Frauen, die „fett“ sind oder „sehr dumm“. Orte sind „Shitholes“ oder „Rattennester“. Die New York Times hat mal zum Spaß einen Donald Trump Insult Generator gebastelt, in den man beliebig Namen eingeben konnte, einen Politiker, den gierigen Vermieter, den muffeligen Ehemann etwa – um ihn dann mit Trump-Invektiven beschimpfen zu lassen. Der geifernde Präsident als schräger Stichwortgeber für Partyspiele.
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Kann man Trumps Ankündigung eines Truppenabzugs nach Merz’ Kritik am Iran-Krieg anders als eine beleidigte Reaktion eines Gekränkten verstehen? Über Trotz als Muster, um Wähler zu mobilisieren, Kulturkämpfe zu bestreiten, Kriege vorzubereiten.
Essay von Cathrin Kahlweit
