Ulrich Seidl:"Was ich erlebe, ist natürlich eine Rufschädigung"

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Ulrich Seidl: "Zwei Tage nach Drehschluss habe ich alle Familien besucht und mich verabschiedet und bedankt - niemand hat da irgendwelche Beschwerden an mich gerichtet." Der Regisseur Ulrich Seidl.

"Zwei Tage nach Drehschluss habe ich alle Familien besucht und mich verabschiedet und bedankt - niemand hat da irgendwelche Beschwerden an mich gerichtet." Der Regisseur Ulrich Seidl.

(Foto: Ingo Pertramer)

Der Regisseur Ulrich Seidl wird kritisiert, weil er laut einem Medienbericht fahrlässig mit rumänischen Kinderdarstellern umgegangen sein soll. Was sagt er zu den Vorwürfen?

Interview von Rüdiger Suchsland

Der österreichische Regisseur Ulrich Seidl, 69, macht eigenwillige Filme, die immer umstritten waren: für ihre Ästhetik des Hässlichen, und die hybride Form mit fließenden Übergängen zwischen Dokumentar- und Spielfilm. Am Mittwoch hat beim Filmfest Hamburg sein Werk "Sparta" Deutschlandpremiere. Seit einigen Wochen ist Seidl wegen dieses Films nach einer Recherche des Spiegel mit Vorwürfen konfrontiert, die die Produktionsbedingungen in Rumänien betreffen. Von Vernachlässigung der Aufsichtspflicht bei den Kinderdarstellern ist die Rede und von fehlender Information und Ausbeutung der rumänischen Mitarbeiter. "Sparta" ist der zweite Film von Seidls Projekt "Böse Spiele", dessen erster Teil "Rimini" diese Woche regulär ins Kino kommt.

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