Zum Tod von Udo KierDer böse Deutsche

Lesezeit: 4 Min.

Die Geisterstunde ist vorbei: Udo Kier im Jahr 2005.
Die Geisterstunde ist vorbei: Udo Kier im Jahr 2005. (Foto: Imago/Reporters)

Udo Kiers Augen brachten die ganze Welt zum Fürchten. Ein Nachruf auf einen Meister der Groteske.

Von Philipp Bovermann

Den Nazi hatte er so oft gespielt, den Deutschen mit den Augen aus gefrorenem Stahl, geschmiedet in der Hölle. Nun, in Udo Kiers letztem großen Auftritt auf der Leinwand, in Kleber Mendonça Filhos „The Secret Agent“, war er Hans, ein Schneider im Brasilien der Siebzigerjahre. Der korrupte Polizeichef führt ihn einem Besucher vor wie eine Karnevalsattraktion. Er solle seine Narben zeigen, fordert der Kommandant. Aber Hans steht auf, geht im Raum herum, flucht auf Deutsch; seine Augen funkeln wütend. Er ist gar kein geflohener Nazi, sondern Jude, aber das möchte er offenbar geheim halten. Die Szene ist wie ein Film im Film – über Udo Kier.

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