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Asterix-Erfinder:Albert Uderzo gestorben

Asterix-Zeichner Albert Uderzo

Albert Uderzo mit seiner berühmten Figur Asterix.

(Foto: AFP)
  • Uderzo hat gemeinsam mit René Goscinny die weltberühmten Comicfiguren Asterix und Obelix geschaffen, deren Abenteuer in mehr als 100 Sprachen und Dialekte übersetzt worden sind.
  • Trotz seiner Farbenblindheit gehörte er zu den erfolgreichsten Zeichnern seiner Generation.
  • Bis 1977, dem Jahr, in dem Goscinny starb, veröffentlichte das Duo mehr als zwanzig Bände. Als Zeichner und Texter setzte Uderzo die Reihe bis 2013 fort.

Der französische Zeichner und Asterix-Erfinder Albert Uderzo ist tot. Der 92-Jährige starb am Dienstag in einem Vorort von Paris an einem Herzinfarkt, berichtet die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf seine Familie. Er sei im Schlaf in Neuilly-sur-Seine, einem Vorort von Paris, an einem Herzinfarkt gestorben. Bereits in den vergangenen Wochen sei er sehr müde gewesen, sagte sein Schwiegersohn Bernard de Choisy.

Uderzo hatte gemeinsam mit René Goscinny die weltberühmten Comicfiguren Asterix und Obelix geschaffen, die mit ihrem Dorf voller unbeugsamer Gallier den römischen Besatzern die Stirn bieten. Seit sie vor mehr als einem halben Jahrhundert den ersten Band mit Abenteuern von Asterix und Obelix veröffentlicht hatten, wurden weltweit Millionen Exemplare verkauft. Die Comics wurden in mehr als 100 Sprachen und Dialekte übersetzt. Asterix hat sich zu einem Phänomen entwickelt: Mehr als zehn Zeichentrick- und Realverfilmungen sind entstanden, 1989 hat ein Freizeitpark bei Paris eröffnet, der seinen Namen trägt.

Uderzo wurde am 25. April 1927 als Sohn italienischer Einwanderer in der Nähe von Reims geboren. Ende der Vierzigerjahre gehörte er zu den erfolgreichsten Zeichnern seiner Generation - trotz seiner Farbenblindheit. Im Jahr 1951 lernte Uderzo dann den talentierten Geschichtenschreiber Goscinny kennen.

Bis zum Tod von Goscinny veröffentlichte das Duo mehr als zwanzig Bände

Gemeinsam produzierten sie mehrere Comicreihen, darunter die Erlebnisse des Kaperkapitäns "Pitt Pistol" und des jungen Reporters "Luc Junior". Ihr größter Erfolg begann jedoch ab 1959 mit Asterix, dessen erstes Abenteuer in der Zeitschrift Pilote veröffentlicht wurde, bevor in Frankreich mit "Asterix le Gaulois" (Asterix der Gallier) zwei Jahre später der erste Band erschien. In Deutschland kam das Werk 1968 auf den Markt.

Bis 1977, dem Jahr, in dem Goscinny im Alter von nur 51 Jahren starb, veröffentlichte das Duo mehr als zwanzig Bände. Als Zeichner und Texter setzte Uderzo die Reihe fort. Die erste von ihm allein geschaffene Geschichte "Der große Graben" erschien 1980.

Anfang 2009 zog sich der an Arthrose leidende Uderzo immer mehr vom Zeichentisch zurück. Zwei Jahre später übergab er das Zepter an jüngere Kollegen. Der erste Asterix-Band seiner Nachfolger Jean-Yves Ferri und Didier Conrad erschien 2013.

© SZ.de/dpa/biaz/khil/biaz/khil
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