Turner-Preis für Jesse DarlingPorträt des Staats als Schrotthaufen

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Jesse Darling vor einem seiner Kunstwerke.
Jesse Darling vor einem seiner Kunstwerke. David Parry/dpa

Der in Berlin lebende britische Künstler Jesse Darling erhält den Turner-Preis, eine der wichtigsten Auszeichnungen der Gegenwartskunst.

Von Till Briegleb

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Der Turner-Preis in England, der in seinen ersten Jahrzehnten zum Sprungbrett in die Kunstberühmtheit diente, ist in den letzten Jahren zu einem Schaufenster für radikale Gegenpositionen zur verkäuflichen Kunst geworden. Politische Themensetzung entwickelte sich zum Leitmotiv dieser wichtigsten britischen Auszeichnung für Gegenwartskunst, bei der aus vier Ausstellungen auf der Insel die überzeugendste mit 25 000 Pfund belohnt wird. Nachdem in den vergangenen Jahren vor allem Kollektive und Aktivisten in die Vorauswahl gekommen waren, ging es bei der Shortlist im 39. Jahr im weitesten Sinn um den Machtmissbrauch staatlicher Institutionen.

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