Es ist eine große Abwesenheit, die diese 9. Triennale der Photographie in Hamburg vehement bewusst macht. In der bildlichen Monokultur unserer Zeit, wo Präsidenten-Fratzen Dutzende Male pro Tag über die Bildschirme flimmern, als gäbe es da etwas Neues zu sehen, dazu Millionen Appetithäppchen KI-generierter Makellosigkeit, sowie Katastrophen, süße Tiere, Sport und endlos quälend dumme Werbung, fällt kaum noch auf, was immer mehr fehlt: der Mensch, das Leben von Leuten, die gemeinsam die Welt ausmachen. Die kürzlich gestartete Phototriennale rückt die Menschen wieder ins Bild. Es fühlt sich an wie eine Befreiung.
FotografieSchau mal, ein Mensch
Lesezeit: 4 Min.

Wir sind uns näher, als wir uns fremd sind: Die Photo-Triennale in Hamburg führt in neun Ausstellungen vor, wie sich die Welt jenseits der medialen Verführungsmechanismen abbilden lässt.
Von Till Briegleb
