Trauer um Hollywood-Star James Garner gestorben

James Garner im Jahre 1983 mit der "Purple Heart"-Medaille. Die Verwundetenauszeichnung hatte er nachträglich für seine Verletzungen im Korea-Krieg erhalten.

(Foto: AP)

Als "Detektiv Rockford" erlangte er weltweite Berühmtheit: James Garner gehörte über Jahrzehnte hinweg zu den bekannten Hollywood-Stars. Im Alter von 86 Jahren ist der Schauspieler nun gestorben.

James Garner ist tot. Der Film- und Fernsehschauspieler, Star der Fernsehserien "Maverick" und "Detektiv Rockford" starb im Alter von 86 Jahren in seinem Haus in Los Angeles eines natürlichen Todes, sagte ein Sprecher der Polizei in Los Angeles. Der Notruf sei am Samstag gegen 20 Uhr Ortszeit bei der Polizei eingegangen. Als erstes hatte das amerikanische Promi-Portal TMZ über den Tod des Stars berichtet.

In den fünziger, sechziger und siebziger Jahren war er zu den großen Film- und TV-Stars Hollywoods aufgestiegen. In "Maverick" spielte er den ewig vom Pech verfolgten Glücksspieler und Pistolero Bret Maverick, in "Detektiv Rockford" einen ehemaligen Häftling, der sich als Privatermittler verdingt.

Garner kam am 7. April 1928 in Norman im US-Bundesstaat Oklahoma als James Scott Bumgarner zur Welt. Mit 16 verließ er die Schule, um zur Handelsmarine zu gehen. Im Koreakrieg wurde er zweimal verletzt.

Anfang der fünfziger Jahre arbeitete er als Teppichleger im Teppichhandel, den sein Vater in Hollywood gegründet hatte. Eine Zeit lang war er auch als Modell für männliche Bademoden tätig, bis er mit Hilfe des Produzenten Paul Gregory an eine kleine Wanderbühne vermittelt wurde.

Nach einer Anstellung als Souffleur unter anderem für Henry Fonda bewarb er sich erfolgreich bei Warner Brothers und trat in einigen Gaunerrollen in der TV-Serie "Cheyenne" auf. Im August 1956 heiratete er Lois Fleishman Clarke, mit der er bis zu seinem Tod zusammen blieb. Mit ihr hatte Garner eine Tochter; eine weitere Tochter aus einer früheren Ehe seiner Frau adoptierte er.

Erfolge an der Seite von Doris Day

Kurz nach der Hochzeit kam für Garner 1957 der Durchbruch mit "Maverick". Für die Serie stand der Schauspieler bis 1962 vor der Kamera. 1959 hatte er mit der Rolle des Captain Bailey in dem Liebesdrama "Sayonara" seine Filmkarriere ebenfalls in Schwung gebracht.

Zum Topstar wurde er vor allem als Partner von Doris Day in den 1963 aufgeführten Filmen "The Thrill of It All" (Was diese Frau so alles treibt) und "Move Over, Darling" (Eine zuviel im Bett). Zu einem Riesenerfolg hatte auch seine Rolle im 1965 von MGM gedrehten Film "Grand Prix" geführt.

Von 1974 bis 1980 war Garner schließlich sechs Staffeln lang in der Rolle des "Detektiv Rockford" zu sehen, der einst unschuldig im Gefängnis saß und nun als Privatermittler Fälle bearbeitet, die die Polizei als abgeschlossen betrachtet. Die Rolle war ihm auf den Leib geschneidert und ließ in zu weltweiter Berühmtheit aufsteigen. 1977 erhielt er für die Verkörperung des Jim Rockford auch den amerikanischen Fernsehpreis Emmy. 1986 war er für seine Rolle im Film "Die Zweitte Wahl - Eine Romanze" neben Jack Nicholson und Harrison Ford für einen Oscar als bester Hauptdarsteller nominiert. Doch William Hurt schnappte ihm den Academy Award vor der Nase weg.

Gegen die konventionellen Regeln des Altwerdens

Trotz mehrerer Bypass- und Knie-Operationen in den neunziger Jahre stand Garner weiterhin vor der Kamera und drehte zahlreiche Fernsehproduktionen. Auf der Kinoleinwand hingegen wurden seine Auftritte seltener. 1997 spielte er in dem Film "Im Zwielicht", einer Geschichte im Stil eines klassischen Detektivromans, neben Paul Newman, Susan Sarandon und Gene Hackman.

Auch in "Space Cowboys" (2000) agierte er noch einmal gemeinsam mit alternden Hollywood-Größen: Clint Eastwood, Donald Sutherland und Tommy Lee Jones. Dieser "Aufstand alter Männer" (Süddeutsche Zeitung, November 2000) gegen die konventionellen Regeln des Altwerdens war sowohl bei den Kritikern als auch an den Kinokassen ein großer Erfolg.