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Trauer in Österreich:Schauspieler Helmuth Lohner ist tot

Helmuth Lohner died at 82

Vom Heimatfilm zur Operette: Der österreichische Schauspieler und Regisseur Helmuth Lohner stand in seinem Leben auf vielen unterschiedlichen Bühnen.

(Foto: dpa)
  • Der österreichische Schauspieler und Regisseur Helmuth Lohner ist tot. Nach schwerer Krankheit starb der 82-Jährige in der Nacht zum Dienstag.
  • Lohner spielte auf zahlreichen Bühnen in Wien, München, Berlin und Zürich und verkörperte eine breite Palette an unterschiedlichen Charakteren.

In der Nacht zum Dienstag ist der österreichische Schauspieler und Regisseur Helmut Lohner im Alter von 82 Jahren verstorben. Das teilte das Wiener Theater in der Josefstadt mit, dessen künstlerischer Direktor Lohner von 1997 bis 2006 war.

Der gebürtige Wiener spielte zu Beginn seiner Karriere eher leichte Rollen. In den 1950er Jahren war er in Unterhaltungsfilmen wie "Hotel Adlon" und "Das Wirtshaus im Spessart" zu sehen. Später stand er in den großen Häusern von München, Berlin und Zürich auf der Bühne und spielte lange am Wiener Burgtheater.

"Hinreißender Darsteller feinnerviger Charaktere"

Lohner inszenierte auch Opern und Operetten. Außerdem übernahm er bei den Salzburger Festspielen als Darsteller viele Jahre lang verschiedene Rollen im "Jedermann", dem jährlich aufgeführten Theaterstück von Hugo von Hofmannsthal. Neben anderen Auszeichnungen erhielt er 1998 die Kainz-Medaille und den Titel Österreichischer Kammerschauspieler im Jahr 1993.

Der Direktor des Theaters der Josefstadt Herbert Föttinger beschrieb Helmuth Lohner als einen "hinreißenden Darsteller feinnerviger Charaktere, ein Sprachkünstler, dessen schauspielerische Präzision, Fantasie und Hingebungskraft bewundert wurde." Sein Tod bedeute einen "unersetzbaren Verlust für die Josefstadt, das deutschsprachige Theater und großen Schmerz für alle, die ihn kennen und ihm nahestanden", sagte Föttinger.

Im kommenden Dezember sollte Lohner unter der Regie von Herbert Föttinger den "Anatol" an der Josefstadt spielen.

© SZ.de/dpa/ckoo/doer

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