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Timothy Snyder im Interview:"Trump will die Politik zerstören"

Timothy Snyder

Timothy Snyder, 48 Jahre alt, hat fast zehn Jahre in Europa gelebt und spricht mehrere Sprachen. Seine Bücher wurden weltweit veröffentlicht.

(Foto: Stanislav Krupar/laif)

Der amerikanische Historiker Timothy Snyder blickt zurück auf Trumps erstes Jahr im Amt. Er fürchtet, dass der US-Präsident nicht weniger vorhat, als das Ende der Demokratie herbeizuführen.

Am 8. November 2016 wurde Donald J. Trump zum 45. Präsidenten der USA gewählt. Seither spaltet er die Gemüter. Während seine Anhänger unverdrossen zu ihm halten, sind seine Umfragewerte inzwischen im Keller. Keiner seiner Vorgänger im Weißen Haus war ein Jahr nach Amtseinführung so unpopulär. Timothy Snyder ist Professor für Osteuropäische Geschichte und Holocaustforschung in Yale. In seinem Buch "Über Tyrannei. Zwanzig Lektionen für den Widerstand" erwähnt er den Präsidenten mit keinem Wort, und doch geht es um nichts anderes. Snyders Bilanz nach einem Jahr: niederschmetternd - aber es gibt noch Hoffnung.

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