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Nicht nur der Farbschnitt: Zu einem schönen Buch gehört unbedingt ein Lesebändchen, wie sie hier im Zweigwerk der Firma Gueth-Wolf in Friesoythe, Niedersachsen, hergestellt werden.
Nicht nur der Farbschnitt: Zu einem schönen Buch gehört unbedingt ein Lesebändchen, wie sie hier im Zweigwerk der Firma Gueth-Wolf in Friesoythe, Niedersachsen, hergestellt werden. (Foto: Friedrich Bungert/Friedrich Bungert)

Der Buchhandel verzeichnet positive Bilanzen dank junger Menschen, die auf Tiktok von aufwendig gestalteten Büchern schwärmen. Wie Farbschnitt, Prägedruck und Goldfolien dem gedruckten Medium neues Leben schenken.

Von Leon Frei

Ob nach der Erfindung des Radios, des Fernsehens, des Internets oder des E-Books – das gedruckte Buch ist schon viele Tode gestorben. Zuletzt glaubte man es 2018 untergehen zu sehen, als es hieß, immer weniger Menschen kauften sich Bücher: Tiktok, Netflix und Youtube schienen im konstanten Dopaminrausch die Sekunden, Minuten und Stunden zu schlucken, die man früher womöglich noch mit einem Buch verbrachte. Wenig später hatte die Buchbranche aber wieder gute Nachrichten zu verzeichnen, sogar während der Pandemie. Für das Jahr 2024 verkündete der Börsenverein des Deutschen Buchhandels jetzt wieder ein Umsatzwachstum von 1,8 Prozent. Wenige Jahre nachdem man es schon fast verloren gegeben hatte, steht das Buch so fidel in den Regalen wie vielleicht noch nie.

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Ein verstaubter Antiquar und Tiktok, wie soll das funktionieren, dachte Klaus Willbrand. Und ging online. Die Geschichte eines 83-Jährigen, der seinen Buchladen schließen wollte – bis er das Internet eroberte.

SZ PlusVon Josef Wirnshofer (Text) und Friedrich Bungert (Fotos)

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