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Thomas Schmauser im Porträt:Das Monster Mensch

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Thomas Schmauser
(Quelle: Münchner Kammerspiele)

Unberechenbare Energie: Thomas Schmauser, der am Samstag mit Ibsens "Volksfeind" am Münchner Residenztheater Premiere hat.

(Foto: Sima Dehgani)

Der Schauspieler zeigt meistens Figuren auf der Kippe, Rasende und Außenseiter. Im echten Leben ist der gebürtige Oberfranke geerdet und sucht Erfüllung auch jenseits der Kunst. Eine Begegnung.

Thomas Schmauser wirkt auf der Bühne immer so exzentrisch und verpeilt, dass man sich ein Gespräch mit ihm eher anstrengend vorgestellt hat. Aber Entwarnung: Der Schauspieler ist die Liebenswürdigkeit in Person und erweist sich auch nicht als "der Schwierige", dem man jedes Wort aus der Nase ziehen muss. Im Gegenteil, es sprudelt nur so aus ihm heraus, in einem herrlichen Fränkisch, das so direkt und authentisch ist, dass ein warmer Eindruck von Erdung und Echtheit entsteht. Hier ist einer bei sich und steht zu seinen Wurzeln, die er im oberfränkischen Burgebrach hat. Und weil er dieses Dorf zwar verlassen, aber nicht hinter sich gelassen hat, kommt Schmauser im Gespräch ständig darauf zurück. Er fährt auch so oft wie möglich hin, sitzt dann bei den Eltern in der Küche, der Hund unterm Tisch. Das ist seine Heimat ("ich bin einfach gern daham") - neben seiner zweiten Heimat, dem Theater.

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