SachbuchDer Geist, der ständig schwankte

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Thomas Mann an der Elbe, Juni 1953.
Thomas Mann an der Elbe, Juni 1953.
Brueggemann/Associated Press

Thomas Mann lobte Stalin, haderte mit dem Kapitalismus und betrachtete die USA als sein „bevorzugtes Hassobjekt“. Eine neue Biografie untersucht den deutschen Nationaldichter als politischen Menschen.

Von Jens Hacke

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Als die Springflut der Bücher zu Thomas Mann pünktlich zum 150. Geburtstag anstieg, erhärtete sich der Eindruck, dass mittlerweile mehr über den Nationaldichter gelesen als noch zu seinen Werken gegriffen wird. Kulturgeschichtlich ist sein Leben in jeden Winkel ausgeleuchtet, die unterdrückte Homosexualität als lebensprägendes Faktum thematisiert, die tragisch-glamouröse Familie Mann bietet Filmstoff für die Ewigkeit – und seit einiger Zeit wird auch sein Wirken als politischer Intellektueller wieder facettenreich gewürdigt.

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Kino
:Sie sind wieder munter, die Schweine

Hanns Zischler spielt Thomas Mann, Sandra Hüller seine Tochter Erika. „Vaterland“ von Paweł Pawlikowski ist einer der besten Filme des Jahres – eine Reflexion über die Kunst und über Deutschland, präzise wie ein Laserstrahl.

SZ PlusVon Philipp Bovermann

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