Theater-IkoneDie Grabräuber

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Therese Giehse in Louis Malles Film „Lacombe, Lucien“ (1974), ein Jahre vor ihrem Tod.
Therese Giehse in Louis Malles Film „Lacombe, Lucien“ (1974), ein Jahre vor ihrem Tod. Imago Images

Der Platz auf dem Friedhof ist knapp, deshalb plante die Stadt Zürich, die Ruhestätte der legendären Schauspielerin Therese Giehse nach 50 Jahren einfach aufzulösen. Bis der Dramatiker Franz Xaver Kroetz eine knurrige Mail schrieb.

Von Willi Winkler

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Wer die steile Zürichbergstraße zum Friedhof Fluntern hinaufsteigt oder besser doch die Straßenbahn nimmt, kommt wegen James Joyce. Der Dichter ist 1941 in Zürich gestorben und liegt hier mit seiner Frau und dem Sohn. Das Grab befindet sich auf der obersten Terrasse, und damit man es nicht verfehlt, steht dahinter eine valentinesk verschraubte Skulptur, der Dichter mit Brille, in der Hand ein winziges Buch. Gleich daneben hat sich der Literaturnobelpreisträger Elias Canetti begraben lassen, ebenfalls in Zürich verstorben, 1994, die Grabplatte trägt nur seine eingekerbte Unterschrift, die mit den Jahren langsam vergeht.

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