bedeckt München

Theaterpremiere:Funkenflug, Gedankenspuk

Lagerfeuer-Romantik mit Marie Jung, André Jung und Benny Claessens (v.l.n.r.).

(Foto: JU/Ostkreuz)

Johan Simons verabschiedet sich mit der sanft-spinösen Theater-Séance "Hoppla, wir sterben!" von München.

Von Christine Dössel

Auf der Bühne ein Lagerfeuer. Stiebende Funken. Obwohl es nur Stoffbahnen sind, die Katrin Brack da hochblasen lässt, meint man, die Wärme zu spüren. Sie verleiht dem Abend die atmosphärische Grundierung. Es ist diese urig-wohlige, immer auch leicht gruselige Stimmung, die sich einstellt, wenn Menschen sich um ein Feuer versammeln und anfangen, Geschichten zu erzählen. Mit der "Erzählsucht" des Menschen beginnen die Probleme, heißt es im Stück. Mit ihr beginnt aber auch das Theater. In der letzten Inszenierung von Johan Simons als Intendant der Münchner Kammerspiele wird sie noch einmal wärmestubenhaft beschworen: die Erzählsucht und Erfindungslust des Theaters. Seine Kraft, Menschen an einer gemeinsamen Stätte zu versammeln, sie emotional zu fangen und zu bannen. Aber auch, sie zu verwirren, sie mit kopfschüttelndem Weltunverständnis in die Kälte der Nacht zu entlassen.

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