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Theater:Wut zur Tücke

Die Kabale der Scheinheiligen. Das Leben des Herrn de Molière © Thomas Aurin

Sechs Stunden Volksbühnenparty - Frank Castorf lässt seinen Menschenzirkus tanzen.

(Foto: Thomas Aurin)

Diabolisch und verspielt: Frank Castorf inszeniert mit Bulgakows "Kabale der Scheinheiligen" seine Demission von der Berliner Volksbühne.

Von Peter Laudenbach

Das hätte peinlich werden können. Wie als Kommentar zum näher rückenden Ende seiner Volksbühnen-Intendanz hat Frank Castorf eben dort Michail Bulgakows "Die Kabale der Scheinheiligen" inszeniert. Das Stück handelt vom Theaterwahnsinn und davon, wie der Komödiant Molière für seine Theatertruppe beim König antichambriert und am Ende, zermürbt von einem komplizierten Liebesleben und den Intrigen um seine kirchenkritische Komödie "Tartuffe", auf der Bühne stirbt. Der Bühnen-Tod wirkt zwar wie ein hemmungsloser, reißerischer Effekt, entspricht aber den historischen Tatsachen: Für die schönsten Theater-Katastrophen sorgt immer noch das echte Bühnenleben.

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