Theater:Setzen, sechs!

Lesezeit: 2 min

Versetzung; Deutsches Theater Berlin "Versetzung"

Klischeefreudig gezeichnete Karikaturen: Daniel Hoevels und Birgit Unterweger. Foto: Arno Declair

(Foto: Arno Declair)

Thomas Melle hat ein wunderbar genaues Buch über bipolare Störungen geschrieben. Am Deutschen Theater in Berlin wird daraus eine feuerzangenbowlenhafte Karikatur des Schullebens.

Von Peter Laudenbach

Ronald Rupp ist die Sorte Lehrer, die einem mit ihrem Dauerengagement, dem Drang alles sehr ausführlich zu erklären und ohne Angst vor Penetranz die moralisch korrekten Werte zu predigen, schrecklich auf die Nerven fallen können. Der wackere Pädagoge mit leichtem Hang zur Selbstgerechtigkeit legt am Ende der Deutschstunde gerne eine Unterrichtseinheit zum guten Umgangston ein und erläutert seinen Schülern mit einigem rhetorischen Aufwand, weshalb "Du Opfer" eine infame Beleidigung ist und vor allem den beschmutzt, der sie verwendet.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Alzheimer
Leben und Gesellschaft
»Mein Ziel ist, so lange wie möglich vor der Krankheit davonzulaufen«
Datenschutz
Staatliche Kontrolle durch die Hintertür
Das stumme Mädchen
Internet
Das stumme Mädchen
Bildungspolitik
Dieser Debatte können sich die Lehrer nicht verweigern
Digitalisierung
KI, unser Untergang?
Zur SZ-Startseite