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Theater:Ruhen Sie sanft

Weiße Nachthemden, bunte Bommel und Maskengesichter wie Manga-Figuren: "Die Selbstmord-Schwestern" in ihrer Videohöhle.

(Foto: Judith Buss)

Die Regisseurin Susanne Kennedy inszeniert "Die Selbstmord-Schwestern" an den Münchner Kammerspielen als putzigen, psychedelischen Todes-Trip.

Den Anfang macht Cecilia, die jüngste der Lisbon-Schwestern, 13 Jahre alt. Sie schneidet sich die Pulsadern auf, und weil sie gerettet wird, springt sie alsbald aus dem Fenster - direkt in die Pfeiler des gusseisernen Gartenzauns. Ein Jahr später, nach einer Zeit der immer stärkeren Isolierung von der Außenwelt, folgen ihre Schwestern ihr in den Tod. Die asketische Bonnie hängt sich auf, die pingelige Mary steckt den Kopf in den Herd, die kluge Therese nimmt Schlaftabletten, und die sexfreudige Lux vergiftet sich mit Autoabgasen.

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