Schaubühne Berlin Making-of eines Mordes

Milo Rau tappt an der Berliner Schaubühne mit seiner Produktion "Die Wiederholung" in die Fallen, die er partout vermeiden will - das Metatheater will Gewalt­darstellungen hinterfragen, unterliegt aber selbst dem Tarantino-Effekt.

Von Mounia Meiborg

Gewalt ist eindeutig Milo Raus Lieblingsthema. Ob Kindesmissbrauch in Belgien oder Völkermord in Ruanda, Bürgerkrieg im Kongo oder Revolution in Russland - stets geht es bei dem Schweizer Theaterregisseur um das, was Menschen sich antun. Und zwar nicht allein und im Privaten, sondern als Gruppe, Nation oder Gesellschaft. Es geht um kollektive Taten mit kollektiven Folgen.

Um von diesen kollektiven Verbrechen zu erzählen, fangen Milo Rau und sein Team stets bei sich selbst an: Wie kann man als Theatermacher vom ...