Kunst und Krise:Mehr Störung, bitte

Kunst und Krise: Volles Haus bei der spontan geplanten Solidaritätsveranstaltung im Berliner Ensemble.

Volles Haus bei der spontan geplanten Solidaritätsveranstaltung im Berliner Ensemble.

(Foto: Annette Riedl/picture alliance/dpa)

Die Gesellschaft steckt in der Krise, die Gräben sind tief. Gerade jetzt brauchen wir dringend ein Theater, das Haltung einnimmt und die Ruhigen beunruhigt.

Gastbeitrag von Carsten Brosda

Die Aufgabe von Kunst ist es, Chaos in die Ordnung zu bringen, hat der Philosoph Theodor W. Adorno Mitte des vergangenen Jahrhunderts geschrieben. Damals ging es darum, die tradierten Normen einer statischen Gesellschaft zum Tanzen zu bringen. Doch wie sieht das heute aus, wo kaum noch etwas in Ordnung zu sein scheint? Nicht wenige erhoffen sich von den Kultureinrichtungen und den Künsten aktuell Orientierung und Klarheit. Doch so verständlich dieser Wunsch auch sein mag, er geht an dem vorbei, was die Künste leisten können und sollten, wenn wir ihrer Freiheit vertrauen.

Zur SZ-Startseite

SZ PlusKulturproduktion
:Mach's kurz

Dreistündige Filme, tausendseitige Bücher, endlose Theaterabende: Warum ist alles so wahnsinnig lang? Ein Plädoyer für den Mut zum Weglassen.

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: