Es ist meistens sicher gut gemeint, was sich derzeit auf vielen Theaterbühnen abspielt. Gratis Ideologiekritik, dekonstruierte Geschlechterrollen und, logo, Klagegesänge über den Neoliberalismus. In Graz etwa fällt das Schauspielhaus derweil zusätzlich damit auf, nach dem Verriss einer Premiere in Österreich die Allgemeinheit zum "Nachgespräch über nicht-heteronormative Männlichkeit auf der Bühne und in der Gesellschaft" zu laden. Ein wenig skurril, aber kaum schlimm - in guten Zeiten.
Krise des Theaters:Ein Stück aus dem Tollhaus
Schwache Zuschauerzahlen? "Manchmal beschäftigen mich doch tatsächlich auch andere Fragen", sagt Barbara Mundel, Intendantin der Münchner Kammerspiele.
(Foto: Florian Peljak)Kammerspiele, Volksbühne und Co.: Wie Theater sich angesichts halbleerer Häuser in Egoshooter-Phrasen flüchten.
Von Peter Laudenbach
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