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Theater:Glücklich wie ein Klon

Endlich mal gute Nachrichten von der Berliner Volksbühne: Susanne Kennedy gelingt mit "Women in Trouble" ein bildgewaltiges Requiem auf die Menschheit.

Zwischen Leben und Tod liegt eine Röhre. Es ist ein Computertomograf, in den Krebspatienten geschoben werden. Aber Heilung ist nicht in Sicht. Die Röhre führt ins Nichts. Es ist ein kühler Un-Ort, den Lena Newton auf die Bühne der Berliner Volksbühne gebaut hat; klinisch und kitschig zugleich. Da ist der künstliche Kamin, der Gemütlichkeit zum kommerziellen Gut macht. Tapeten in grellem Pink, Lila und Gelb, die in den Neunzigern mal futuristisch waren. Ein Hometrainer und ein Whirlpool erinnern an zukunftsfreudige Maximen, nach denen man sich erstens selbst optimieren und zweitens entspannen soll. Eine Mischung aus Krematorium, Scientology-Zentrale und Wellness-Tempel ist das, ein seltsames Zwischenreich, in dem sich Lebende und Tote treffen. Schwer zu sagen, wer besser dran ist.

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