Frauen am Theater:"Ich bin ihnen nicht ganz geheuer"

Lesezeit: 7 min

"Im Ruhrgebiet sagt man, was man denkt": Die Regisseurin und Intendantin Sibylle Broll-Pape hat in Bochum das Prinzregenttheater gegründet und zwanzig Jahre lang geleitet. (Foto: Birgit Hupfeld)

Sibylle Broll-Pape leitet seit neun Jahren erfolgreich das Bamberger ETA-Hoffmann-Theater. Ihr Beispiel zeigt: Ältere Frauen haben am Theater ein Problem.

Von Christine Dössel

Sie ist erfolgreich, professionell und durchsetzungsfähig. Eine Koryphäe auf ihrem Gebiet, als solche geschätzt. Beliebt aber ist sie nicht. Dazu ist sie zu harsch und zu arrogant. "BW" wird sie heimlich von ihren Mitarbeitern genannt: "böser Wolf". Ein Kollege witzelt, sie sei "nur dem Namen nach eine Frau". Das könnte Prof. Dr. Ruth Wolff so schnurzegal sein, wie es ihr immer war, würde sie nicht aufgrund eines womöglich falschen Verhaltens als Ärztin derart unter Beschuss geraten, dass sie am Ende sogar ihre Approbation verliert. Und das alles, weil sie sich sämtlichen Zuschreibungen - Hautfarbe, Religion, Geschlecht - verweigert und strikt darauf beharrt, nur eines zu sein: Ärztin.

Zur SZ-Startseite

SZ PlusRat für deutsche Rechtschreibung
:Krieg der Sterne

Gender-Gegner stützen ihre Verbote bislang auf die Empfehlungen des Rats für deutsche Rechtschreibung. Wie lange noch? Warum das Gremium bald zu ganz anderen Schlüssen kommen könnte.

Von Ronen Steinke

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: