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BE-Fonds für Dramatiker:100 000 Euro für Naturstücke

Drei, die für den Dramatiker-Fonds ausgewählt wurden (von links): Nino Haratischwili, Clemens Setz und Karen Köhler.

(Foto: imago/dpa)

Das Berliner Ensemble unterstützt zehn Theaterautorinnen und -autoren in der Pandemie.

Von Christine Dössel

Freie Bühnenautoren sind von den Beschränkungen durch die Corona-Pandemie besonders hart getroffen. Sie leben von den Tantiemen, das heißt sie erhalten einen prozentualen Anteil an jeder verkauften Theaterkarte. Wenn nicht gespielt wird, verdienen sie auch nichts. Viele Dramatikerinnen befänden sich in existenziellen finanziellen Nöten, heißt es aus dem Berliner Ensemble (BE). Das von Oliver Reese geleitete Haus hat nun zur Unterstützung von zumindest zehn Autoren und Autorinnen einen Fonds in Höhe von 100 000 Euro eingerichtet.

Jede und jeder Teilnehmende erhält für die Arbeit an einem neuen Stück oder Kurzstück 10 000 Euro. Ausgehend von dem Thema "Unsere Natur?" sollen Texte entstehen, die auf unsere Zeit reagieren, rund um Fragen wie: Gehört die Natur uns? Gehören wir der Natur? Ist es die Natur des Menschen, die Natur auszubeuten? Die zehn Autoren, die von der Dramaturgie des Berliner Ensembles dazu eingeladen wurden, sind: Katja Brunner im Duo mit Martina Clavadetscher, Philipp Gärtner, Nino Haratischwili, Anja Hilling, Julian Mahid Carly, Caren Jeß, Juliane Kann, Karen Köhler, Clemens Setz und Gerhild Steinbuch.

Im Frühjahr 2022 sollen die entstandenen Entwürfe, Szenen oder Kurzstücke bei einer Veranstaltung im BE vorgestellt und diskutiert werden. Die Autoren behalten die Rechte an ihren Texten, das BE erbittet sich lediglich die Priorität bei Vergabe einer etwaigen Uraufführung und wird diese, so wird versprochen, zusätzlich honorieren. Gefördert wird das Projekt von der Heinz und Heide Dürr Stiftung.

© SZ/cag
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