Was wäre, wenn wir einfach die Demokratie retteten? Das ist die Prämisse von „Die Allianz der letzten Demokratien“, einem Theaterexperiment, das in Zusammenarbeit zwischen dem Kollektiv Proberaum Zukunft und der Universität Zürich beim Zürcher Theaterspektakel zu sehen war. Es geht um eine fiktive Konferenz im August 2027: In Frankreich hat in dieser Zukunft Marine Le Pens Rassemblement National die Wahlen gewonnen; die USA sind aus den Vereinten Nationen, der Nato und der Weltgesundheitsorganisation ausgetreten; Moskau verlegt wegen eines angeblich drohenden Genozids an der russischsprachigen Minderheit Truppen an die Grenze zu Lettland. In dieser im Vergleich zur realen Gegenwart nur unwesentlich bedrohlicheren Weltlage, entscheiden sich 45 demokratische Staaten auf Initiative Kanadas, eine neue internationale Organisation zum Schutz der Demokratie zu gründen, die Internationale Demokratie Allianz (IDA). Ob die Schweiz dem Bündnis auch beitritt, soll eine Bürgerdelegation entscheiden – nach vorhergehender Diskussion. Die Aufführung zeigt diese fiktive Abstimmungssitzung.
TheaterBasisdemokratie auf der Bühne
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Soll die Schweiz einer „Allianz der letzten Demokratien“ beitreten? Vor der Abstimmung muss bei diesem Theaterabend das Publikum debattieren.
ZTS Kira KyndEin Theaterexperiment in Zürich imaginiert den Beitritt der Schweiz zu einer internationalen Organisation – mit echten Politikern auf der Bühne und Mitsprache des Publikums. Kann das funktionieren?
Von Nicolas Freund, Zürich
