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Theater in der Krise:Verzichtbar

Ulrich Khuon

Ulrich Khuon, der ehemalige Präsident des Deutschen Bühnenvereins, erklärte in einem offenen Brief an die Kanzlerin, "das Schließen dieser wichtigen öffentlichen Orte" stifte "großen gesellschaftlichen Schaden".

(Foto: Paul Zinken/dpa)

Wir sind systemrelevant: Der Theaterbetrieb kreist in der Krise nur larmoyant um sich selbst. Damit tut er sich keinen Gefallen.

Von Peter Laudenbach

Derzeit ist es noch sehr, sehr fraglich, ob die Theater, Opern, Kabaretts, Konzerthäuser im Dezember wieder öffnen und unter Hygiene-Konditionen spielen dürfen. Angesichts der Infektionszahlen ist eine schnelle Rückkehr zum Spielbetrieb jedoch eher unwahrscheinlich. Manche Theater-Funktionäre halten die erneute Schließung der Bühnen darum für "eine echte Katastrophe", so Martin Kušej, der Intendant des Wiener Burgtheaters. Der Bühnenlockdown ist schmerzhaft für die Künstler und bedauerlich für das Publikum. Doch was wäre die Alternative? Das Infektionsrisiko unnötig zu erhöhen, nur damit der Theatervorhang wieder aufgehen kann? Im Ernst?

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