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Theater und Corona:Traut euch

Geht doch: Die Berliner Schaubühne hat den Urlaub der Mitarbeiter einfach aufs ganze Jahr verteilt und spielt nun im Sommer Theater.

(Foto: Carsten Höth)

Monatelang klagten die Theater, sie seien zu wichtig, um geschlossen zu sein. Warum beweisen sie das jetzt nicht?

Von Christiane Lutz

"So viel Neues wie jetzt war wahrscheinlich noch nie", sagte Joachim Lux, Intendant des Hamburger Thalia-Theaters, kürzlich bei der Spielzeitkonferenz. In der kommenden Saison wolle man "das Leben feiern". Schaut man nun genauer hin, ist das hier derzeit die Feier des Lebens: bekannte Namen, bekannte Stoffe, ein paar Uraufführungen. 19 Premieren, acht davon nachgeholt aus der Corona-Saison. Der größte Coup: Kirill Serebrennikov macht einen Tschechow per Videoschalte aus Russland. Sonst? Hm. Hieß es nicht gerade noch, die deutschen Bühnen seien zu relevant, um geschlossen zu werden? Jetzt, wo die Häuser wieder spielen und erste Pläne für die neue Saison präsentieren, vermittelt sich der Eindruck, dass alle ganz froh sind, sich nicht mehr so raumgreifend mit der eigenen Relevanz beschäftigen zu müssen.

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