KI-FakeHaus der untergehenden Sonne

Lesezeit: 6 Min.

Singen wie Neil Young oder James Bay. Sind aber: Fake. „The Velvet Sundown“, wie sie sich auf Facebook mit KI-generiertem Bild präsentieren.
Singen wie Neil Young oder James Bay. Sind aber: Fake. „The Velvet Sundown“, wie sie sich auf Facebook mit KI-generiertem Bild präsentieren.
KI-Bild: facebook.com/thevelvetsundownmusic; Bearbeitung/Wasserzeichen: SZ

Die Band „The Velvet Sundown“ hat Millionen Klicks. Sie ist KI-generiert und trollt die Welt auch sonst blendend. Weil sie zeigt, wie sehr Spotify bestimmt, was wir hören. Eine Spurensuche.

Von Leon Frei

SZ bei Google bevorzugen

Der erste Akkord gehört einer Westerngitarre. Schrrrraamm. Ein a-Moll ist das. Dann ein gepickter Lauf nach oben auf ein C, D, F und G. Bisschen „Stairway To Heaven“ von Led Zeppelin, bisschen „House of the Rising Sun“ und, mit Blick auf den Songtitel: natürlich viel „Dust in the Wind“, die Akustik-Ballade der Rockband Kansas. Ist das nun Zufall? Dass einem schon nach den ersten Tönen des Songs „Dust on the wind“ die halbe Rockgeschichte entgegenfällt? Songs, so durchgeleiert, dass man im Musikladen gesteinigt wird, spielt man sie aus Versehen mal an.

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:Wo werden sie noch singen?

Musik wird erst durch echte Künstler und ihren Wahnsinn genial? Wunschdenken. KI schreibt jetzt Songs, die manchmal lässiger sind als die von Menschen. Ein paar Experimente mit der Technik und die Frage, was sie für die Welt bedeuten wird.

SZ PlusVon Jakob Biazza

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