Electro-Punk-Künstler "The Prodigy"-Frontmann Keith Flint gestorben

Die Band bestätigte den Tod des Sängers am Montag. Die Polizei fand seine Leiche in seinem Haus in Essex. Er wurde 49 Jahre alt.

Der Sänger der Band The Prodigy, Keith Flint, ist britischen Medienberichten zufolge gestorben. Wie die BBC und die Sun übereinstimmend berichten, fand die Polizei in Essex die Leiche des 49-Jährigen in seinem Haus. Sie stufe den Tod als "nicht verdächtig" ein, zitiert die britische Nachrichtenagentur PA die Polizei.

Ein Polizeisprecher bestätigte den Berichten zufolge, dass die Beamten am Montagmorgen zu einem Haus in Essex gerufen wurden, "weil Sorge um das Wohl eines Mannes bestand". Dabei wurde Flint tot aufgefunden. Zuvor waren noch Sanitäter gerufen worden, die dem Sänger aber nicht mehr helfen konnten.

Die offizielle Webseite der Band war am Montag zeitweise nicht erreichbar. Auf Instagram bestätigte die Band den Tod. Dort heißt es auch, Flint habe sich am Wochenende das Leben genommen.

The Prodigy wurde 1990 gegründet. Erste Songs erschienen 1991 beim Londoner Plattenlabel XL Records, mit dem Breakbeat-Track "Charly" hatte die Band noch im selben Jahr ihren ersten Hit in den britischen Charts. Im Folgejahr erschien dann der viel beachtete Song "Out of Space" für den die Band Max Romeos Reggae-Hit "Chase the Devil" sampelte. Zu den berühmtesten Songs der Band zählt "Firestarter" aus dem Jahr 1996. Die Alben der Band erreichten in Großbritannien mehrfach Platin-Status. Im November wurde das neueste Werk "No Tourists" veröffentlicht.

Anmerkung der Redaktion

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