FilmWoran sich die Meerjungfrau erinnert

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Die Schriftstellerin Lidia Yuknavitch (l., Imogen Poots), auf deren Texten der Film basiert, schreibt nicht über Strandurlaub, sondern über Traumata.
Die Schriftstellerin Lidia Yuknavitch (l., Imogen Poots), auf deren Texten der Film basiert, schreibt nicht über Strandurlaub, sondern über Traumata. Eksystent

Wenn berühmte Schauspielerinnen Regie führen, ist das immer ein Risiko: Eigentlich können sie es nur falsch machen. Hat sich das Wagnis für Kristen Stewart mit „The Chronology of Water“ gelohnt?

Von Sofia Glasl

Ob sie eine Meerjungfrau sei, fragt der legendäre Ken Kesey seine Studentin Lidia Yuknavitch eines Abends. Der Kultautor von „Einer flog über das Kuckucksnest“ hat Ende der Achtzigerjahre einen Schreibkurs an der University of Oregon übernommen. In einem Haus am See arbeitet die Gruppe am gemeinsamen Roman „Caverns“, einem kollaborativen Projekt. Lidia schreibt autobiografische Szenen über die sexuellen Übergriffe ihres Vaters, die apathische Mutter, die wegschaute und in den Alkohol floh, über die ältere Schwester, die früh auszog, um dem Vater zu entkommen. Einige der Studierenden müssen den Raum verlassen, wenn Lidia ihre Textpassagen vorliest.

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