Textdichter Pop mit Käppi

Mark Forster

(Foto: Jörg Carstensen/dpa)

Gema verleiht Fred-Jay-Preis an den Sänger Mark Forster

Man kann die sichtlich aufgedrehte Moderatorin, Jurorin und Laudatorin Anna Depenbusch beruhigen - eine Lobhudelei nach Schema F hat sie bei der Verleihung des Fred-Jay-Preises der Gema an Mark Forster wahrlich nicht abgeliefert. In einer solchen hätte sie wohl den vermurksten Auftritt des zu Ehrenden gemeinsam mit ihr vor Jahren in einer Hamburger Kleinkunstbühne weggelassen, vielleicht auch die Einschätzung "Du bist ja ein guter Sänger, wenn man das auf den ersten Blick auch nicht merkt". Dann geriet die Preisträgerin von 2012 doch ins Schwärmen von ihrem alten Freund. Die "Beatigkeit" seines Sprechsingsangs, die "Textohrwürmer", die er sich zurechtbiege, und wie er Worte wie "Sowieso" oder "Kagong" zu seinen eigenen mache. Forster jedenfalls, der Deutsch-Popstar mit dem Käppi, freute sich in der Tonhalle vor 700 Branchenvertretern und Musikerkollegen wie Katja Ebstein, Christian Bruhn, Klaus Doldinger, Ralf Siegel und Pe Werner wie ein Kind, gerade als Textdichter ausgezeichnet zu werden und zu der "coolen Runde" der Preisträger seit 1989 zu zählen - von Rio Reiser über Nena bis zu den Fantastischen Vier.