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Terry Gilliam im Interview:Captain Chaos

The Man Who Killed Don Quixote

Terry Gilliam (vorne) mit Johnathan Pryce als Don Quixote bei den Dreharbeiten.

(Foto: Concorde)

Der Regisseur und Monty-Python-Gründer über die zwanzigjährige, chaotische Entstehungsgeschichte seines Films "The Man Who Killed Don Quixote" und sein kompliziertes Verhältnis zu Hollywood.

Der Regisseur Terry Gilliam hat einen künstlerischen Höllenritt hinter sich. Schon Anfang der Neunzigerjahre wollte er den Abenteuerfilm "The Man Who Killed Don Quixote" drehen, doch die Idee wurde zu einem absurden Chaosprojekt. Erst fanden sich keine Finanziers, dann endete ein erster Drehversuch im Desaster: Die Kulissen versanken im Regen, der Hauptdarsteller fiel krankheitsbedingt aus. Gilliam musste abbrechen, eine Versicherung kassierte die Filmrechte der verschuldeten Produktion. Über diese Unglücksjahre entstand sogar ein eigener Film, die Dokumentation "Lost in La Mancha". Doch jetzt, mit 77 Jahren, hat Gilliam es endlich geschafft. Mit neuer Crew und neuen Darstellern hat er "Don Quixote" abgedreht. Und - nach erneuten juristischen Turbulenzen - die Weltpremiere in Cannes gefeiert. Beim Treffen in München ist er bester Laune, schneidet eifrig Grimassen und gackert wie ein frecher Schuljunge, wenn ihm eine gute Pointe einfällt.

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