Terrorangst Der Rucksack als Waffe

Das Böse und das Banale: Weil uns der Terror mit Rucksack, Teppichmesser, Flugzeug und Lkw bedroht, werden auch Laternen oder Hecken zu Mitteln der Verteidigung. Grafik: Christian Tönsmann​

Vom 9/11-Teppichmesser in New York bis zum Rucksack von Ansbach: Unser Alltag ist inzwischen so militarisiert, dass schon hinter ganz normalen Gegenständen das Böse zu lauern scheint.

Von Gerhard Matzig

Wenn irgendwo auf der Welt irgendetwas explodiert, wenn Stahl versagt, Beton wankt und sich harmloses Schaufensterglas in eine Waffe verwandelt, ist Norbert Gebbeken, 62, nicht weit. Der Professor für Baustatik leitet an der Universität der Bundeswehr in München das Forschungszentrum "Risk". Die vier Buchstaben stehen für Risiko, Infrastruktur, Sicherheit und Konflikt.

Das Risk-Team untersucht die "Sicherheit kritischer Infrastrukturen (. . .) angesichts von Naturkatastrophen, internationalem Terrorismus und organisierter Kriminalität". Zur Infrastruktur gehören Straßen und Plätze, Häuser und Städte, aber auch ...