Taschenbücher:Lesefutter für Kleine

Die finnischen Schulgeschichten um die kleine Ella in einer neuen komischen Variante. Und dazu die spannenden Abenteuer von Max mit den Senioren, die auf einer alten Burg leben und ziemlich aufmüpfig sind.

Von Hilde Elisabeth Menzel

Wer die Ella-Bücher des finnischen Autors Timo Parvela liebt, kennt ihn schon, Pekka, den Klassenclown, der "immer zuerst handelt, bevor er nachdenkt", wie sein Autor ihn in einem Interview beschreibt. Nun bekommt er eine eigene Reihe, und gleich im ersten Band schafft er es, seine Leser mit absurden Einfällen in Atem zu halten. Sein Lehrer hatte ihm ein Heft geschenkt, in das er seine Ferienerlebnisse hineinschreiben soll. Aber sein Freund Timo richtet ihm einen supergeheimen Blog namens "Mysteryman" auf seinem Computer ein. Komisch nur, dass der Blog für seine Klassenkameraden keineswegs geheim ist und alle mitlesen, was er nun zu erzählen hat. Zum Beispiel über den Besuch seines Onkels Remu, der sich keineswegs als der "komische Vogel" Emu herausstellt, den Pekka erwartet und für den er ein Nest in seinem Bett gebaut hat. Aber das ist erst der Anfang eines turbulenten Sommers, in dem Pekka wieder einmal alles missversteht und fröhliches Chaos verbreitet. (ab 8 Jahre)

Timo Parvela: Pekkas geheime Aufzeichnungen. Der komische Vogel. Aus dem Finnischen von Anu und Nina Stohner. Dtv Reihe Hanser (62646), München 2017. 104 Seiten, 6,95 Euro.

Rentner-Gangs oder pfiffige Senioren- Agenten kennt man von Filmen, aber im Kinderbuch sind sie doch eher selten zu finden. Hier allerdings haben sie ihren großen Auftritt, bei dem es auch viel zu lachen gibt. Im Mittelpunkt des Geschehens steht der neunjährige Max, dessen Mutter einen neuen Job als Schwester in einem Seniorenheim auf der Burg Geroldseck angenommen hat. Die romantische Burg gefällt Max sehr und mit den beiden alten Herren Horst und Kilian, die zusammen mit der coolen Vera an Tisch 7 im Speisesaal sitzen und von den anderen Senioren die "Wilde 7" genannt werden, weil sie aufmüpfig gegen die strenge Oberschwester Cordula sind, freundet er sich gleich an. Doch in der Schule wird er von seinen neuen Klassenkameraden als "Opa aus dem Mumienbunker" verhöhnt und ist froh, als die Sommerferien beginnen.

Auf der Burg herrscht inzwischen große Aufregung, denn ein Einbrecher hat am helllichten Tag, als alle Senioren im Esssaal waren, Schmuck aus einem der Zimmer gestohlen. Als der Dorf-Kommissar die Mutter von Max verdächtigt, beschließen Max und "die wilde 7", den Fall zu lösen, was ihnen nach spannenden Turbulenzen auch gelingt. Genau die richtige Ferienlektüre, vor allem für Jungs. Fortsetzung folgt. (ab 8 Jahre)

Lisa-Marie Dickreiter & Winfried Oelsner: Max und die wilde 7 - Das schwarze Ass (Band 1). Mit Illustrationen von Ute Krause. Oetinger Taschenbuch (0466), Hamburg 2016. 208 Seiten, 6,99 Euro.

© SZ vom 07.07.2017
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