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Tanzplattform in der Zeche Zollverein:Ist das Symbiose oder schon Faschismus?

Rudel in Ruhe: ein Ausschnitt aus Xavier Le Roys fünfstündiger Installation "Temporary Title 2015".

(Foto: Christian Schuller)

Die Tanzplattform in der Essener Zeche Zollverein bezaubert die Besucher mit einem Bewegungsrausch der Geschlechter.

Von Dorion Weickmann

Westwärts ragen die Türme der Zeche Zollverein gen Himmel, im Norden zaust der Wind die Baumkronen. Wer aus den Fenstern des Betonwürfels namens Sanaa-Gebäude auf Essens Industriedenkmal schaut, hat das Mit-, In- und Gegeneinander von Natur und Kultur direkt vor Augen. Der Klotz ist Teil der Unesco-Welterbestätte im Revier und erweist sich bei der alle zwei Jahre stattfindenden Tanzplattform als idealer Ort für Xavier Le Roys anthropomorphe Installation "Temporary Title 2015". Ein halbes Dutzend nackter Menschentiere krabbelt über die sandfarbene Auslegware, einige suchen Rudelkontakt, andere verziehen sich in Nischen, die Dritten unterhalten sich über mehr oder minder existenziellen Fragen. Damit taugte Xavier Le Roys fünfstündige Session prima als Ruhezone und Kontrapunkt zu einem Dutzend spannungsreicher Aufführungen in vier Festivaltagen.

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