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Tanz:Die Kunst zu sterben

Requiem pour L. - Berliner Festspiele

In „Requiem pour L.“ bauen der Komponist Fabrizio Cassol und ein Multikulti-Ensemble Mozarts Totenmesse mit Weltmusik aus.

(Foto: Chris van der Burght)

Eine Frau hat sich für den Choreografen Alain Platel beim Abschied in den Tod filmen lassen. Dieses Video macht er in Berlin mit Tänzern und Musikern zu einem intimen Spektakel.

Es ist ein verstörendes Bild, als sich im Haus der Berliner Festspiele der Vorhang hebt. Dahinter liegt eine Art Nachbau des Holocaust-Mahnmals am Brandenburger Tor, eine nach hinten ansteigende Landschaft schwarzer Stelen. Schnurgerade sind die Gassen dazwischen, rund die Kiesel auf einigen Grabplatten. Was hat Peter Eisenmans Gedenkarchitektur mit Alain Platels "Requiem pour L." zu schaffen? Die Frage lässt sich auch nach der Uraufführung kaum beantworten. Sicher ist nur, dass niemand das Theater emotionslos verlassen hat. Dafür ist dieser Abend zu laut, zu leise, zu grell und zu fahl zugleich.

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