Mit ein bisschen Fantasie kann man die Regensburger Dominikanerkirche St. Blasius für den Florentiner Dom halten, auch wenn sie nur halb so lang ist. Aber wenn der hagere Dirigent Hervé Niquet mit großen Armrudern den bunten Trupp seiner Sänger, Posaunisten, Zink- und Dulzianspieler eintrudeln und freudestrahlend einen gregorianischen Choral intonieren lässt, ist die Illusion perfekt. Regensburg verwandelt sich durch die Macht der Musik also in Florenz, wie wenige Stunden zuvor in Ferrara oder in Hamburgs Gänsemarktoper, oder in Salzburg oder das Spanien der Renaissance.
KlassikKlangwolken über der Donau
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Die Regensburger Tage Alter Musik begeistern bei ihrer vierzigsten Ausgabe mit barockem Pomp, Eleganz und Witz.
