Die Sprache des Herzens

Die junge Marie Heurtin, ein enfant sauvage des 19. Jahrhunderts, blind und taub geboren, unzugänglich in ihrer Isolation. Eine Klosterschwester will ihren wilden Widerstand brechen, sie in die Gesellschaft holen, befreien. Ein ungestümer Coming-of-age-Film von Jean-Pierre Améris, der seine Intensität gewinnt aus dem Grün der Wiesen und dem Blau der Schwesterntracht. Und aus dem Spiel von Isabelle Carrè und Ariana Rivoire, die selbst taub ist. Am Ende hat die Lehrerin mehr profitiert von der Beziehung als ihr Zögling. Von Fritz Göttler

Bild: dpa 1. Januar 2015, 14:332015-01-01 14:33:36 © SZ vom 31.12.2014/cag