Verbrechen gegen die Menschlichkeit:Deutschlands Rolle im syrischen Folterapparat

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Der sogenannte "Krieg gegen den Terror" rechtfertigte offenbar vieles: Gemeinsam mit dem syrischen Staatspräsidenten Bashar al-Assad läuft Bundeskanzler Gerhard Schröder an der Ehrenformation der Bundeswehr vorbei. (Foto: Marcel_Mettelsiefen/picture-alliance / dpa/dpaweb)

Bei der Verfolgung syrischer Verbrechen will Deutschland Vorbild sein. Zeit, die eigene Rolle im Aufbau des Folterapparats aufzuarbeiten.

Von Ronen Steinke

Unter den Menschen aus Syrien, die nach Deutschland geflüchtet sind und hier ein neues Zuhause gefunden haben, haben sich vereinzelt blinde Passagiere hineingeschmuggelt, wie man inzwischen weiß. Es sind vereinzelt Schergen des syrischen Assad-Regimes mit hineingekommen. Inkognito. So ist etwas Erstaunliches aufgefallen. Es gibt eine syrische Redensart - die Berliner Wissenschaftlerin Noura Chalati hat sie unter Syrern hierzulande aufgeschnappt, die miteinander tuschelten. Wenn sie über einen Landsmann sagen wollten: "Der ist Geheimdienstler", dann sagten sie "Hua almani". Wörtlich übersetzt: Der ist Deutscher.

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