Fast ist man ja schon dankbar, wenn sich in Fußgängerzonen noch Menschen drängen oder sogar um die besten Plätze prügeln – schließlich hat doch der Einzelhandel dort bekanntlich seit Jahren ein Problem mit seiner Laufkundschaft. Dass es nun ausgerechnet eine halbe Luxusuhr ist, um die man sich dort vor den Swatch-Filialen schubst, ist allerdings wieder ernüchternd, denn diese Form der Pop-Up-Kundenbindung ist bekanntlich kurzlebig und nur Symptom einer künstlichen Verknappung. In der Mode hat sich das Prinzip – großer Name für kleines Geld – seit Lagerfeld x H&M jedenfalls schon ermüdend oft wiederholt und den Lauf der Konsumwelt nicht nennenswert verändert. Jetzt ist eben mal eine andere Branche mit dieser Erkenntnis dran.
Taschenuhr „Royal Pop“Viel Schein für wenig Scheine
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Eine von Swatch und dem Nobelhersteller Audemars Piguet zusammen entwickelte Uhr löst rund um den Globus einen Hype aus. Treibt die edle Spiralfeder im bunten Gehäuse die Fans in die Läden – oder ist das Schlangestehen das Event?
Von Max Scharnigg
