DebatteCiao, Gehirnfritteuse

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Heute eine sogenannte soziale App zu öffnen, ist, als bekomme man Klärschlamm aus einem Feuerwehrschlauch ins Gesicht gespritzt.
Heute eine sogenannte soziale App zu öffnen, ist, als bekomme man Klärschlamm aus einem Feuerwehrschlauch ins Gesicht gespritzt. Imago/Depositphotos/Addictive Stock/YAY Images/Connect Images

Es gab mal eine Zeit, da war man zwar schon handysüchtig, aber die sozialen Apps machten wenigstens noch Spaß. Diese Zeit ist lange vorbei. Eine Frustentladung zum Abschied.

Essay von Philipp Bovermann

Die zweitschrecklichste Erfindung der Gegenwart ist schon ziemlich schrecklich. Es handelt sich um eine E-Zigarette, eine Vape, wie die Vapenden unter uns sagen, an der ein Tamagotchi montiert ist. Bei diesen Spielgeräten aus der digitalen Frühzeit waren niedliche Tierchen auf pixeligen Mini-Bildschirmen zu sehen, die man füttern und mit Medizin versorgen und deren Häufchen man auflesen musste, regelmäßig per Knopfdruck, sonst starben sie. Gefragt war schon damals, was die Social-Media-Konzerne heute Engagement nennen: Knöpfchen drücken, als ginge es um Leben und Tod.

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Debatte
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