Christoph Schlingensief: "Tötet Helmut Kohl"

Der Streit:

Wieder Kassel, wieder Documenta. 1997 rief der deutsche Aktionskünstler Christoph Schlingensief dort zum Mord auf: "Tötet Helmut Kohl", ein Teil seiner Theateraktion "Mein Filz, mein Fett, mein Hase - 48 Stunden Überleben für Deutschland". Die Polizei stürmte den vollbesetzen Kunstraum und führte Schlingensief und Schauspieler Bernhard Schütz ab. Kurze Zeit später formierte sich ein Demonstrationszug, der "Freiheit für Christoph und Freiheit für Bernhard" skandierte.

Das Ergebnis:

Als der Protestmarsch an der Polizeistation ankam, waren Schlingensief und Schütz schon wieder frei und bedankten sich für die Solidarität. Eine Anzeige wegen Verunglimpfung des Kanzlers blieb folgenlos und Schlingensiefs Aktion straffrei.

Bild: imago 15. April 2016, 16:132016-04-15 16:13:06 © SZ.de/jobr/holz