bedeckt München

Stewart O'Nan:Nichts ist einfach

Willen zur Entschleunigung: Stewart O'Nan setzt in "Henry persönlich" aus Alltag und Erinnerungen kunstvoll ein ganzes Leben zusammen. Jeder Alltagshandlung seiner prototypischen amerikanischen Mittelstandsfamilie billigt er ein eigenes Kapitel.

Von Christoph Schröder

Im Karton für den Benefizflohmarkt der Kirchengemeinde findet Henry die Weintrauben. Vier Büschel, die Blätter aus Draht, die Früchte selbst aus rötlich eingefärbtem Glas. Eine davon ist zerbrochen. Emily hat sie eingepackt, herausgepickt aus einem Haufen von Gerümpel, der von Jahr zu Jahr kleiner wird, denn "der Plan war, sich der Dinge zu entledigen, damit es die Kinder nicht tun müssten."

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Traumreise
Interrail
Mit dem Zug durch Europa
Zufriedenheit
Anleitung zum Glücklichsein
actout
Initiative #actout
"Wir sind schon da"
He doesn't even care; fremdgehen
Fremdgehen
"Was kommt zuerst: die Unzufriedenheit oder die Untreue?"
Tokyo
Corona-Pandemie
Was wir von Asien lernen können
Zur SZ-Startseite