Soziologe Steven Vertovec:"Es ist Zeit, nicht mehr zu vereinfachen"

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Unerwartete Gemeinsamkeiten: WC-Piktogramme in Berlin mit Gendersymbolen für männlich, weiblich, Intersexualität und behinderte Menschen. (Foto: Jens Kalaene/dpa)

Für die Vielfalt moderner Gesellschaften hat der Soziologe Steven Vertovec den Begriff "Superdiversität" erfunden. Er plädiert für ein radikales Umdenken in Migrationsfragen.

Interview von Pascal Moser

Die immer weiter zunehmende Vielfalt moderner Gesellschaften hält der amerikanische Sozialwissenschaftler, Ethnologe und Religionswissenschaftler Steven Vertovec für den bedeutendsten sozialen Prozess unserer Zeit. Er war Professor in Oxford, bevor er Gründungsdirektor des Göttinger Max-Planck-Instituts zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften wurde. 2007 prägte er einen Schlüsselbegriff der zeitgenössischen Sozialtheorie, der allmählich auch seinen Weg in den allgemeinen Sprachgebrauch findet: "Superdiversity". Und "Superdiversität" ist nun auch der Titel seines soeben erschienenen neuen Buches, in dem er - gegen den allgemeinen Trend zur identitätspolitischen Abschottung - für ein radikales Umdenken in Migrationsfragen argumentiert.

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