Interview zum Pixar-Film "Soul":"Ich wollte allen gleichermaßen auf die Füße treten"

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Die Seelen im Pixar-Film "Soul" sind süß und knubblig, ihre Aufpasser fast abstrakte Kunstwerke. (Foto: Pixar/Disney)

Wie macht man einen Film über die Seele, das Leben und den Tod, ohne ins Religiöse abzugleiten? Pete Docter und Kemp Powers über ihren Animationsfilm "Soul" - und die Schwierigkeit, dem Unsichtbaren eine Gestalt zu geben.

Von Kathleen Hildebrand

Pete Docter ist so was wie die Seele des Animationsstudios Pixar. Der joviale John Lasseter mag der Gründer sein, aber der musste vor zweieinhalb Jahren gehen, weil er Mitarbeiterinnen betatscht hatte. Seitdem hält Docter, 52, ein scheuer und von allen respektierter Hüne, den Laden zusammen. Seine Filme - darunter "Die Monster AG", "Oben" und "Alles steht Kopf" - sprechen ohnehin für sich. Letzterer gewann den Oscar und entwarf eine bunte Fantasiewelt für das Innere des menschlichen Kopfs. Mit "Soul" geht es jetzt in ein neues, nie gesehenes Reich, in dem unsere Seelen leben. Co-Regisseur ist Kemp Powers, der Drehbuchautor des gefeierten Films "One Night in Miami". Für das Zoom-Interview kurz vor Weihnachten sind sie zusammengeschaltet, Docter benutzt eine der herrlich irrealen Seelen-Landschaften aus dem Film als Hintergrund. Man muss sich bei jedem zweiten oder dritten Satz der beiden ein gut gelauntes und/oder ironisches Lachen dazudenken.

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