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"Sonnenfinsternis" von Arthur Koestler:Die Zellentür knallt ins Schloss

Arthur Koestlers Roman "Sonnenfinsternis" ist nun zum ersten Mal in der Originalfassung erschienen. Er macht den Moskauer Schauprozessen den Prozess.

Nein, nicht erst die Bücher, schon die Manuskripte haben ihre Schicksale. Manche werden nie gedruckt, manche verschwinden, nachdem aus ihnen Bücher geworden sind, andere werden vergessen und führen ein stilles Eigenleben im Verborgenen, bis sie irgendwann wieder auftauchen und neues Licht auf die Bücher werfen. Arthur Koestlers Roman "Sonnenfinsternis" erschien 1940 in London auf Englisch, unter dem Titel "Darkness at Noon". Die beklemmend genaue Schilderung der Verhöre, des Schauprozesses und schließlich der Exekution des Revolutionshelden Rubaschow durch die Partei, der er selbst lange gedient hat, nannte an keiner Stelle die Sowjetunion beim Namen. Aber sie war unverkennbar von den Moskauer Prozessen und Säuberungsaktionen zwischen 1936 und 1938 inspiriert.

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