Die Störaktion des „Zentrums für Politische Schönheit“ beim ARD-Sommerinterview mit Alice Weidel bringt die Rechtspopulisten wieder in die Schlagzeilen. Dass die AfD und ihr politisches Vorfeld auch ansonsten alles andere als untätig sind, zeigen die Kampagne rechter Kreise gegen die Kandidatin für das Bundesverfassungsgericht Frauke Brosius-Gersdorf und andere machtstrategische Überlegungen: Während vor einigen Jahren nur politische Borderliner wie der frühere Kommunist und heutige rechtsextreme Verleger Jürgen Elsässer von einer „Querfront“ zwischen Linkspopulisten und Rechtsextremen träumten, signalisieren inzwischen Sahra Wagenknecht und Politiker der AfD einander Gesprächsbereitschaft. Der Parteienforscher Benjamin Höhne, der an der TU Chemnitz Politikwissenschaft lehrt, ordnet ein, ob das erste Anzeichen einer informellen Zusammenarbeit der beiden Parteien von den politischen Rändern sind.
Rechtspopulismus„Für manche in der AfD scheint die Macht zum Greifen nah“
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Was bringt Protest wie der während Alice Weidels Sommerinterview? Parteienforscher Benjamin Höhne über die Wehrhaftigkeit der deutschen Demokratie gegen rechte Angriffe – und die sich abzeichnende gemeinsame Front der Populisten.
Interview von Peter Laudenbach
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