Solokarrieren:Alleine kann ich's besser

Er wolle jetzt "echte" Musik machen, twitterte Zayn Malik, Ex-Mitglied der Boyband "One Direction". Bei welchen Musikern die Solokarriere gelang, und bei welchen nicht.

Aus der Redaktion

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Zayn Malik One Direction

Quelle: Christopher Jue/dpa

Die Teenie-Tränen für Zayn Malik sind noch gar nicht richtig getrocknet. Erst vier Monate ist es her, dass er überraschend aus der Boyband One Direction ausgestiegen ist - mit der Begründung, er brauche Privatsphäre und wolle ein "normaler 22-Jähriger sein". Nun macht in sozialen Netzwerken plötzlich ein Foto die Runde, auf dem Malik freudestrahlend einen Solovertrag beim US-Label RCA Records unterschreibt. Jetzt habe er die Möglichkeit zu zeigen, wer er wirklich ist, twitterte der britische Sänger, versehen mit dem Hashtag "real music" - "echte Musik". Sein Soloprojekt begann Zayn also mit einem Seitenhieb gegen seine ehemaligen Band-Kollegen.

Eine schwierige Sache ist das mit dem Nachtreten zur Abnabelung - denn die Solokarriere kann auch leicht von Null auf Null beschleunigen, wie einige Fälle gescheiterter Musiker zeigen. Andererseits: Es gibt auch strahlende Beispiele, für die die Trennung von den Bravo-Poster-Kumpels genau der richtige Schritt war.

Eine Übersicht.

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Sting - The Police

Sting wird 60

Quelle: dpa

So berühmt waren The Police auf einer Skala von 1 bis 10: 10

Mit von Reggae inspirierter Pop-Rock-Musik machte sich die Band The Police Ende der Siebzigerjahre einen Namen. Gordon Matthew Thomas Summer alias Sting ist das bis heute bekannteste Mitglied der Band. Gemeinsam mit Gitarrist Andy Summers und Schlagzeuger Stewart Copeland landete das Trio Welthits wie "Message in a Bottle" und "Every Breath You Take". Ihr erfolgreichstes Album "Synchronicity" war 17 Wochen lang auf Platz 1 der US-Charts.

Es war vorbei, als Erfolgsdruck und Spannungen zwischen den drei Musikern nach der Welt-Tournee für "Synchronicity" zunahmen. The Police brauchten eine Pause.

Und dann? Immer mal wieder gab es kurze gemeinsame Projekte und Auftritte. Mit einem Comeback füllten sie 2007 weltweit Konzerthallen. Doch nicht mal ein Jahr später löste sich die Band endgültig auf.

Solokarriere: Sting wurde allein fast noch berühmter als es seine Band je war. Er trat in der Halbzeitpause des Superbowls auf, gewann einen Golden Globe, einen Emmy, viele Grammys und beinahe einen Oscar. Songs wie "Englishman in New York", "Fragile" und "Be Still My Beating Heart" bleiben unvergessen.

Klara Fröhlich

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Phil Collins - Genesis

Genesis, Phil Collins

Quelle: Getty Images

So berühmt sind Genesis auf einer Skala von 1 bis 10: 10!

Ausnahmsweise zerbrach diese Band nicht, als Frontmann Peter Gabriel nach acht Jahren gemeinsamer Arbeit die Gruppe verließ und seine Solokarriere startete. Neuer Leadsänger wurde der damalige Schlagzeuger Phil Collins. Er hatte bei den Castings die Genesis-Songs vorgesungen, um zu zeigen, wie die Bewerber die Lieder interpretieren sollten. Besser als er konnte es keiner. Mit Collins am Mikrofon eroberten Genesis erneut Spitzenplätze auch in den US-Albumcharts. Ihre erfolgreichste Platte "Invisible Touch" (1986) hielt sich über 80 Wochen auf Platz 1 der britischen und deutschen Albumcharts.

Es war vorbei als ... wirklich vorbei war es nie. Genesis' Erfolg nahm zwar ab, als Collins 1996 aus der Band ausstieg und an seiner schon erfolgreichen Solokarriere weiterarbeitete. Zehn Jahre später tourte die Band zur Begeisterung der Fans noch einmal gemeinsam.

Und dann? Gab es 2014 eine Kollektion mit gesammelten Genesis-Titeln und Solostücken der Bandmitglieder.

Als Solokünstler hatte Phil Collins mit der Single "In the Air Tonight" seinen Durchbruch. Bis heute ist er als Sänger, Produzent und Komponist erfolgreich. Für den Soundtrack zum Disney-Trickfilm Tarzan erhielt er einen Oscar.

Klara Fröhlich

4 / 10

Mel C - Spice Girls

Spice Girls

Quelle: Achim Scheidemann/dpa

So berühmt waren Spice Girls auf einer Skala von 1 bis 10: 13, mindestens.

Die Spice Girls waren zwar nicht die erste Girlband überhaupt, aber sie sind bis heute die erfolgreichste. Denn Geri Halliwell, Melanie Chisholm, Melanie Brown, Victoria Adams (später: Beckham) und Emma Bunton (auf dem Foto von links nach rechts) waren viel größer als ihre Musik: Sie waren für Millionen Mädchen der Inbegriff von Feminismus, nur, dass der in den Neunzigerjahren "Girlpower" hieß und in Glitzerhotpants daherkam. Du kannst sein, wer auch immer du sein willst - das war die Botschaft der Spice Girls und die Botschafterinnen machten es vor. Victoria war "Posh Spice", Mel B "Scary Spice", Emma "Baby Spice", Mel C "Sporty Spice" und Geri "Ginger Spice". Dass die Spitznamen genauso künstlich waren wie die namensgebenden roten Haare von letzterer? Geschenkt! Es waren die Neunziger. Man fragte nicht, man feierte.

Es war vorbei als Geri Halliwell 1998 die Band verließ. Okay, ein bisschen Geldmache kam später noch: Eine Welttournee 2007 in Originalbesetzung spielte 100 Millionen Euro ein. Aber Girlpower hieß da schon wieder Feminismus.

Und dann? Wurde aus Posh Spice die eine Hälfte eines gigantomanisch erfolgreichen Ehepaares. Aber das ist wieder eine eigene Geschichte. Musikalisch am erfolgreichsten war ausgerechnet das Spice Girl, das in Bravo-Sympathie-Umfragen immer auf dem letzten Platz landete: Sporty Spice alias Mel C. Duett mit Bryan Adams ("When You're Gone"), fünf Nummer-Eins-Hits, Nominierungen bei den Brit Awards und beim Echo. Bis heute ist Melanie Chisholm die Frau, die am zweithäufigsten an der Spitze der britischen Charts stand. Nach Madonna.

Solokarriere: Geglückt. Oder um es mit den Spice Girls zu sagen: "I said, who do you think you are? I said 'who'? Some kind of superstar."

Johanna Bruckner

5 / 10

Nicole Scherzinger - Pussycat Dolls

MTV-Videomusikpreise - Pussycat Dolls

Quelle: UPI Photo/John Angelillo/dpa

So berühmt sind die Pussycat Dolls auf einer Skala von 1 bis 10: 5 - vielleicht.

Die Girlband war eigentlich ein Tanzensemble. Sängerin Gwen Stefani schlug sie nach einem gemeinsamen Auftritt ihrer Plattenfirma vor. Das Label entschied sich etwas nachzubessern und suchte eine Frontfrau. 2005 wurde Nicole Scherzinger (auf dem Foto die Trophäe haltend) alias Nicole Prescovia Elikolani Valiente gecastet. Einige Bandmitglieder mussten zwischendurch gehen, die Pin-Up-Outfits blieben. Die erste Single mit Scherzinger als Leadsängerin hieß "Don't Cha" und ging ins Ohr. Mit "I Don't Need A Man" und "Hush Hush; Hush Hush" krallten sich die Pop-Sängerinnen in den Charts fest, doch der ganz große Durchbruch kam nicht.

Es war vorbei als Nicole Scherzinger die Band im Winter 2010 verließ. Nach einigen Umbesetzungen entstand eine neue Girlband, die in der Unbedeutsamkeit verschwand. Scherzinger versuchte ein Solo-Album mit dem Titel "Her Name is Nicole" zu veröffentlichen. Ihr Plattenlabel entschied sich aber gegen eine Veröffentlichung. Zwei Studioalben folgten später.

Und dann? War Nicole Scherzinger viel aufgrund ihrer Beziehung zu Formel-1-Pilot Lewis Hamilton und weniger wegen ihrer Musik in der Presse.

Als Solokünstlerin veröffentlichte sie immer wieder mal erfolgreiche Singles wie "Right There" oder "Jai Ho!". Doch keiner ihrer Songs verschaffte ihr Anerkennung als Künstlerin. Bei den Pussycats lief es eindeutig besser.

Klara Fröhlich

6 / 10

Jazzy - Tic Tac Toe

TIC TAC TOE

Quelle: dpa

So berühmt waren Tic Tac Toe auf einer Skala von 1 bis 10: 8 - zumindest im deutschsprachigen Raum.

Mit Jazzy, Lee und Ricky gab es zum ersten Mal eine deutsche Frauen-Hip-Hop-Band, die sich hässlichen Themen zuwandte. Über Drogensucht und Kindesmissbrauch sangen Tic Tac Toe düster und melodiös. "Wir wollten nicht so werden, wie die Leute, die wir hassen" heißt es in ihrem erfolgreichsten Lied "Warum". Das wurde 1998 mit dem Echo als Hit des Jahres geehrt. Rasant aufgestiegen, konnten sich die drei aber nicht lange im Musikbusiness halten.

Es war vorbei, als gute Songs ausblieben und Negativ-Schlagzeilen Überhand nahmen. Dreimal löste sich die Band auf und fand wieder zusammen. 2007 war es endgültig aus.

Und dann? Wollte eine der Sängerinnen ihren Promi-Status nicht aufgeben. Jazzy (Mitte), mit bürgerlichem Namen Marlene Victoria Tackenberg, machte bei mehreren Fernsehshows aus wie "Ich bin ein Star - holt mich hier raus!" und "Das perfekte Promi-Dinner".

Als Solokünstlerin brachte sie zwei Singles heraus, von denen es die erste kurz in die deutschen Single-Charts schaffte, die zweite jedoch unbemerkt verpuffte. Tic Tac Toe bleiben unvergessen, und Jazzy als ihr Mitglied sicher auch. Als Solokünstlerin schaffte sie es nicht.

Klara Fröhlich

7 / 10

Beyoncé - Destiny's Child

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Quelle: SZ

So berühmt waren Destiny's Child auf einer Skala von 1 bis 10: 9 1/2

Anfang der Nullerjahre löste das Trio die Spice Girls als bekannteste Frauenkombo der westlichen Hemisphäre ab. Die Hits von Beyoncé Knowles, Kelly Rowland und Michelle Williams hießen "Bills, Bills, Bills" (1999), "Say May Name" (2000), "Independent Woman" (2000), "Survivor" (2001), "Bootylicious" (2001), "Lose My Breath" oder "Soldier" (2004). Statt Pop gab es R'n'B, statt unterschiedlichen Charakteren inszenierte Uniformität. Die Damen traten meist im Partnerlook auf, und weil die Neunziger gerade erst vorbei waren, sahen sie dabei mitunter aus, wie in Glanzfolie verpackte Geschenke. Oder Soldatinnen, die statt Dog Tag lieber Bauchnabelpiercing tragen.

Es war vorbei als ... naja, eigentlich war von Anfang an der Wurm drin. Und der hieß: Mathew Knowles, Vater von Beyoncé Knowles und Manager von Destiny's Child. Als die Gruppe Ende der Neunziger erste Erfolge feierte, warfen zwei Sängerinnen Papa Knowles vor, er begünstige Beyoncé und Kelly. Die Kritikerinnen mussten gehen, zwei neue Sängerinnen wurden in die Band berufen, eine war kurz darauf schon wieder weg vom Fenster. Als Trio waren Beyoncé, Kelly und Michelle vier, fünf Jahre quasi nonstop in den Charts, 2005 verkündeten sie dann auf einem Konzert in Spanien das endgültige Ende ihrer Band.

Und dann? Wurde aus Beyoncé der Superstar, den ihr Vater schon immer in ihr sah. Fünf Nummer-Eins-Alben, 20 Grammys, gewählt zur einflussreichsten Frau des Musikgeschäfts (2015 vom Forbes Magazine).

Solokarriere: Aber sowas von! Und es läuft nicht nur beruflich besser denn je, seit Beyoncé alleine unterwegs ist: Bei den Dreharbeiten zu ihrer ersten Solo-Single "Crazy in Love" soll es damals gefunkt haben zwischen ihr und Jay-Z. Der Rest ist Geschichte.

Johanna Bruckner

8 / 10

Robbie Williams - Take That

Take That; Videoflag

Quelle: Dave Hogan/Hulton Archive/Getty Images

So berühmt waren Take That auf einer Skala von 1 bis 10: 13 1/2. Sie waren unschlagbar! Mit 15 Jahren nahm Robbie Williams am Auswahlverfahren für die britische Boyband teil und wurde schnell deren beliebtestes Mitglied. Mit "Back for Good" hatten die schnuckeligen Briten ihren internationalen Durchbruch.

Es war vorbei als Robbie Abertausenden Fans das Herz brach und am 13. Februar 1996 seinen Ausstieg ankündigte. Keiner konnte und wollte es glauben. In Berlin musste ein Sorgentelefon eingerichtet werden, um Frust und Trauer der Fans aufzufangen. Einige davon drohten sich umzubringen. Für Take-That-Fans ist und bleibt dieser Februartag ein schwarzer Tag. Kurz darauf trennten sich Mark Owen, Howard Donald, Jason Orange und Gary Barlow (von links nach rechts). Ein Stern am britischen Pop-Himmel erlosch.

Und dann? Wurde Robbie nach zwei schwierigen Jahren mit seinem Hit "Angels" doch noch zum erfolgreichen Solokünstler. 48 Wochen stand die Single in den britischen Top Ten. Mit mehreren sehr erfolgreichen Soloalben gelang ihm als Bad Boy mit Herz der internationale Durchbruch. Selbst Nicole Kidman verfiel ihm - zumindest im Videoclip zum Swing-Song "Something Stupid".

Solokarriere: Kurzzeitig schien Robbie Williams' Solokarriere beendet, als seine Depressionen und Drogensucht an die Öffentlichkeit kamen. Nach 2009 gab es aber neue Projekte. Wie zum Beispiel ein zweites Swing-Album. Mit "Swing Both Ways" stand er 31 Wochen auf Platz 1 der deutschen und britischen Albumcharts. Robbie wird ruhiger, aber nicht weniger gut.

Klara Fröhlich

9 / 10

Patrick Kelly - Kelly Family

Kelly Family

Quelle: dpa

So berühmt waren The Kelly Family auf einer Skala von 1 bis 10: 8

Ihr Erfolg hatte neben der Musik auch mit dem Aussehen der neun Mitglieder zu tun. Langes Wallehaar, Folklore-Klamotten, kein Make-up oder Schmuck - die Kellys sahen aus wie spießige Woodstock-Jünger. Oder Mitglieder einer fundamental-christlichen Sekte. Aber der Erfolg gab ihnen recht: Etwa 20 Millionen Tonträger verkaufte die Familienband. Das 1994 erschienene und von Paddy Kelly komponierte Lied "An Angel" (1994) hielt sich ein ganzes Jahr in den deutschen Charts.

Es war vorbei als Familienoberhaupt Dan 2002 starb. Das Ende der Kelly Family als Band war aber schon vorher abzusehen: Kurz vor dem Tod seines Vaters hatte sich Paddy Kelly die charakteristischen langen Haare abschneiden lassen. Die Gruppe löste sich langsam auf, und auch der Zeitgeist änderte sich. Familienbands wie die Kellys oder Hansons wurden von Castingshow-Gewinnern abgelöst.

Und dann? Im Fokus stand bei den Kellys vor allem einer: Patrick "Paddy" Kelly, musikalischer Leiter der Band und verantwortlich für Hits wie "Fell in Love With an Alien" oder "Mama". Nach Auflösung der Kelly Family veröffentlichte er 2003 ein christlich geprägtes Soloalbum. Das war zwar nur mäßig erfolgreich, aber dennoch zukunftsweisend: 2004 ging Paddy ins Kloster und nannte sich fortan Bruder John Paul Mary. 2010 schied er aus der Ordensgemeinschaft aus - und widmet sich seitdem wieder der Musik. Sein 2015 erschienenes, drittes Soloalbum "Human" stieg auf Platz drei der deutschen Charts ein.

Solokarriere: Läuft so lala. Vielleicht liegt's daran, dass man sich nie so ganz an das Patrick gewöhnen konnte (so nennt er sich mittlerweile). Und die alten Lieder immer noch am besten klingen.

Johanna Bruckner

10 / 10

Ice Cube - N.W.A.

Ice Cube N.W.A.

Quelle: Alberto E. Rodriguez/AFP

Auf einer Skala von 1 bis 10, so berühmt waren N.W.A.: 9 (plus FBI-Bonus von 100)

Die Niggaz Wit Attitudes (unter anderem Ice Cube, Dr. Dre und Eazy-E) als eine der ersten Gangsta-Rap-Gruppen machten international auf sich aufmerksam mit ihrem Album "Straight Outta Compton" (1988) - allerdings anfangs nur auf Normalniveau. Ein anderer Faktor verhalf zu größerem Ruhm: Den Song "Fuck tha Police" wollte das FBI verbieten lassen, weil er zu Gewalt gegen Cops aufrief - die Plattenfirma solle den Vertrieb des Albums sofort einstellen. Ob sich die Plattenfirma je für die kostenlose PR bedankt hat, ist nicht überliefert, aber nachdem der Brief in Umlauf kam, wollte plötzlich jeder die Platte unbedingt haben.

Es war vorbei als Ice Cube, einer der Hauptrapper der Band, die Gruppe 1989 verließ - in heftigem Streit mit Manager Jerry Heller um die Verteilung der Einnahmen. Ähnliches Szenario zwei Jahre später. Nach finanziellen Streitigkeiten mit Eazy-E und dem Rest der Gruppe lösten N.W.A. sich endgültig auf.

Und dann? Dr. Dre wurde einer der erfolgreichsten Produzenten des Genres und disste sich - Snoop Dogg im Schlepptau - mit Eazy-E auf Alben hin und her. Ice Cube hielt sich da ziemlich raus.

Solokarriere: Läuft. Lief. Läuft - schwer zu sagen. Sein Debütalbum AmeriKKKa's Most Wanted (1990) erreichte innerhalb von zwei Wochen Gold-Status, später Platin, insgesamt veröffentlichte Ice Cube neun Soloalben und gründete Ende der Neunziger sein eigenes Label Lench Mob Records. Aber dann sind da zwischen diversen anderen Ausflügen in die Schauspielerei so fiese Ausrutscher wie "Anaconda", "Sind wir schon da?" und der zweite Teil von "Triple XXX". Vielleicht nicht, weil er die Drehbücher gut fand. Sondern einfach, weil ihm keiner was kann. Hoffentlich.

Anja Perkuhn

© SZ.de/klf/leja
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